Ruinenland

 
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Urban Exploration / Urban Exploring

Urban Exploration, kurz Urbex, bedeutet übersetzt "Stadterkundung / Erkundung der Stadt" und wird umgangssprachlich auch als "schleichen" bezeichnet. Es beschreibt das Entdecken und Besuchen von verlassenen Gebäuden, wie verwaiste Wohnhäuser, leer stehende Kliniken, stillgelegte Industriebauten, aufgegebene Hofgüter, verfallene Hotels u.s.w. - Moderne Ruinen unserer Zivilisation ebenso, wie vergessene historische Bauwerke.

Vandalismus, das Entsorgen von Müll und Diebstahl sind hierbei tabu! Dinge wie Zerstörung, das Sprühen von Graffiti sowie die Entwendung von Gegenständen oder Materialien werden vom Gros der Urbex-Szene strikt abgelehnt! Hierzu zählt nicht nur die Mitnahme von "Souvenirs" oder vermeintlichen "Kleinigkeiten", sondern auch das Aufbrechen von Türen oder Fenstern, um ein Gebäude betreten zu können. Vielmehr geht es der Szene um ein respektvolles Erforschen sowie um die Dokumentation. Diese Aufzeichnung des Verfalls von einst belebten Bauwerken lässt oft kunstvolle Fotos entstehen. Die Fotografie sowie das Interesse an der Kultur und Historie haben in der "Urbex-Szene" i.d.R. einen hohen Stellenwert, wenngleich das Verständnis hierfür in der Gesellschaft leider eher gering ist. Doch so manches Objekt wäre nach dessen Abriss oder Stilllegung heute längst in Vergessenheit geraten, würde es in entsprechenden Dokumentationen nicht "am Leben erhalten". Gleichermaßen gibt es aber auch "Urbexer", denen es rein um das Erkunden an sich geht, ohne dass sie dies fotografisch festhalten.

Wie überall in der Gesellschaft, finden sich aber leider auch in der Urbex-Szene schwarze Schafe, die sich nicht an den Kodex "Take nothing but pictures and memories, leave nothing but footprints" halten - nichts mitzunehmen, außer Erinnerungen und den dort aufgenommenen Fotos; nichts zu hinterlassen, außer den eigenen Fußspuren. Sprich: Einen Ort wieder so zu verlassen, wie er vorgefunden wurde! Ohne Abfall zurückzulassen, ohne etwas für seine Fotos umzustellen oder umzudekorieren, ohne sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen oder anderweitig etwas zu beschädigen, ohne etwas zu stehlen.

Über manche Lost Places erzählt man sich dunkle Legenden, wobei es sich hierbei in den meisten Fällen lediglich um frei erfundene Geschichten handelt. Zu altbekannten Beispielen diesbezüglich zählen u. a. "Das Tor zur Hölle", "Die Farm des Teufels" oder "Das Hotel zur Teufelsmühle".

Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass das Betreten solcher Orte nicht immer ungefährlich und in den meisten Fällen, wenn überhaupt, offiziell nur mit Genehmigung gestattet ist. Um unbefugtes Betreten und Vandalismus vorzubeugen, habe ich bewusst die genaue Lage der Lost Places meist nicht genannt und gebe deren Adressen auch nicht an Unbekannte weiter!
Eine ausführliche Erklärung & Begründung dazu findet sich HIER.

 

 

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